Teil 2: Die Erfolgsfaktoren erfassen - Keys zum Aufbau, Arbeiten, Alltag und Organisieren in remote Teams

Februar 23, 2021

Teil 2: Die Erfolgsfaktoren erfassen - Keys zum Aufbau, Arbeiten, Alltag und Organisieren in remote Teams

1. Erfolgsfaktoren zu Fragen transformieren

Um die 5 Erfolgsfaktoren aus Teil 1 konkret zu verbessern, ist es notwendig sich einen Überblick über die derzeitige Stimmung im Team zu verschaffen. Es könnte ja der Fall sein, dass alle Erfolgsfaktoren bereits auf einem hohen Level vorhanden sind.

Zur Überprüfung des IST-Zustandes haben wir mit Hilfe von Google Forms dazu eine Umfrage für das Team erstellt, wodurch wir anonymisiert Antworten erfassen und zusammenfassen konnten. Diese Umfrage bestand gezielt aus Fragen, welche uns auf die in Teil 1 definierten Erfolgsfaktoren eines Teams schließen ließen.

Hier sind die essentiellen Punkte aus Teil 1 kurz nochmals zusammengefasst: 

  • Psychologische Sicherheit - "Wenn ich in unserem Team einen Fehler mache, wird mir das nicht vor/nachgehalten."
  • Verlässlichkeit - "Wenn meine Teammitglieder sagen, dass sie etwas tun werden, halten sie sich auch dran."
  • Struktur und Klarheit - "Unser Team hat einen effektiven Entscheidungsprozess."
  • Bedeutung - "Die Arbeit, die ich für unser Team mache, ist für mich von Bedeutung."
  • Auswirkung - "Ich verstehe, wie die Arbeit unseres Teams zu den Zielen der Organisation beiträgt."]


2. Antwortqualität und Umfragenutzen maximieren

Um möglichst hohe Antwortqualitäten und verwertbare Auswertungen zu bekommen ist es wichtig, dass die Antwortmöglichkeiten nicht auf Ja/ Nein eingeschränkt sind. Besser eignet sich eine Einschätzung der Person selbst. Dies haben wir bei unseren gezielten Fragen mit einer Skala gelöst. Diese kann von 1 bis 10, oder in unserem Fall von 1 bis 6, reichen. Zudem war es uns wichtig, dass wir uns auch von den Mitstreitern Verbesserungspotenziale aufzeigen lassen. Hierzu haben wir für jeden Erfolgsfaktor eine offene Frage gestellt, mit der Möglichkeit in ein paar Sätzen eigene Optimierungsvorschläge anzubringen.

Das Ergebnis sah beispielsweise, wie in dieser Frage aus:

Umfrage Ausschnitt Bild


Wichtig ist es auch den Umfrage Teilnehmern klar zu machen, um was es in der Umfrage geht. Dies haben wir mit Hilfe eines Vorworts für unsere Team-Umfrage umgesetzt. Natürlich kann man auch in einem Call/Telefonat die Mitstreiter briefen/vorinformieren, wir waren jedoch der Ansicht, dass die Umfrage ohne vorheriges “primen” (voreingenommen sein) zu einer besseren und ehrlicheren Antwortqualität führt. 


3. Auswertung und Optimierungsmaßnahmen

Für anschließende Auswertung der Antworten sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Außerdem ist es wichtig, sich kritisch zu hinterfragen. Das bedeutet positive und negative Anmerkungen bewusst zu verarbeiten und nach Optimierungsvorschlägen zu suchen. Darauffolgend, haben wir eine Diskussion mit dem gesamten Team vereinbart. Als remote Team, nutzten wir hierzu das Brainstorming Tool Miro um einzelne Gedanken offen zu diskutieren und zu veranschaulichen. Hier ist es besonders wichtig zuzuhören und bis man von jedem seine oder ihre Gedanken gehört hat und erst am Ende die eigene Ideen einzubringen. So stellt man sicher, dass man die anderen Diskussionsteilnehmer nicht unbewusst in eine Richtung/Meinung drängt. So sind wir in Miro jedes Thema einzeln durchgegangen. Am Ende haben wir dann die gemeinsame Vision (diese sollte natürlich bereits existieren) und Zielsetzung des Unternehmens im Team betrachtet und nochmals an einigen Punkten Fragen geklärt. Dadurch wurde die Gruppe als Ganzes nochmals gestärkt - “Gemeinsam sind wir stark” (Wer kennt die Yugioh Karte? XD).

Der wichtigste Punkt war jedoch, die Besprochenen Dinge umzusetzen. Ansonsten wäre die Umfrage und das Meeting quasi umsonst. Hier sind dann die Teamleiter/Leader gefragt. Last but not least, ist es spätestens nach all den Umsetzungen sinnvoll, die Evaluierung zu wiederholen, um zu schauen ob sich die Werte verbessert haben.

Team Faust


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Wir bedanken uns fürs durchlesen,
Euer UNTURE Team